Die Geschichte dahinter
Seit 33 Jahren am Wasser –ein Leben für den Fluss.
Mein Name ist Thomas Koller. Ich bin 37 Jahre alt und Fischereirevierobmann für den Bezirk Rohrbach. Die Leidenschaft für Krebse begann 2003 beim Fischerfest in Niederwaldkirchen, als ein Vereinsmitglied hier von seinen Krebsfängen in der Großen Mühl berichtete. Was wie Fischerlatein klang, stellte sich als Realität heraus: hunderte Krebse in wenigen Reusen.
Diese Begeisterung hat mich seither nicht mehr losgelassen. Heute bewirtschafte ich einen rund 200 Meter Abschnitt der Traun bei Marchtrenk – einen der ergiebigsten Flusskrebs-Hotspots Österreichs. Seit 2015 entnehme ich dort jährlich 500–700 kg+ Signalkrebse, mit einer leichten Verbesserung hinsichtlich der Größe.
In meiner Meisterarbeit Fischereiwirtschaft (2023), betreut von Ing. Johannes Hager (Wassercluster Lunz am See), habe ich erstmals wissenschaftliche Biomassedaten erhoben und gemeinsam mit der Behörde Pionierarbeit in der rechtlichen Kommerzialisierung des Signalkrebses in Österreich geleistet – inklusive des ersten in Österreich ausgestellten Bescheids für Lebendtransport und Hälterung – der in weiterer Folge zu einer Änderung des Gesetzes geführt hat. Der Bestand hat sich verändert: Die Krebse werden jährlich leicht größer – und damit steigt auch die Nachfrage der Gastronomie nach der invasiven Flusskrebsart.
TV-Beitrag
Flusskrebse auf LT1.
Thomas Koller und seine Flusskrebse im Fernsehen – ein Beitrag des oberösterreichischen Regionalsenders LT1.